Öl-Aktien – ist das Investment nun zu langweilig?

Öl-Aktien – ist das Investment nun zu langweilig?

Artikel im Überblick
  • Öl-Aktien haben sich in der Vergangenheit als stabiles Investment gezeigt
  • Stabile Cashflows und Dividenden sorgten für langfristige Kursgewinne
  • Die Energiewende führt zu einer Abkehr konservativer Rohstoffe
  • Ein Ende des Öls ist jedoch nicht in Sicht

Seit Jahrzehnten haben sich Öl-Aktien als stabile Unternehmen gezeigt. Insbesondere die Verknappung des Öls führte zu einer hohen Nachfrage nach Öl-Aktien. Die Energiewende sorgt nun für eine Abkehr von Öl. Langfristig sollte dies am Erfolg von Öl-Aktien nichts ändern.

Öl-Aktien als Hort der Stabilität

Bereits seit vielen Jahrzehnten sind Öl-Aktien stabilste Dividendenbringer. Shell, TOTAL oder ExxonMobil versprechen stabile Kursgewinne und ebenso stabile Dividenden. Die Globalisierung hat dafür gesorgt, dass die Welt einen bisher nie dagewesenen Energieverbrauch hat. Dieser Energieverbrauch wurde zu einem Großteil durch Öl abgedeckt. Sowohl in der Industrie als auch im verarbeitenden Gewerbe wird Öl als wichtiger Rohstoff genutzt. Da dieser Rohstoff derart knapp ist, dass ein Ende der Ölreserven absehbar ist, führte dies zu stets stabilen Preisen am Ölmarkt. Dieser Preis schwankte zwar und fiel in Wirtschaftskrisen zum Teil sehr abrupt. Er hat sich jedoch immer wieder erholt und sorgte damit für gleichbleibende Cashflows bei ölproduzierenden und exportierenden Unternehmen.

Die Energiewende als Game-Changer

Nachdem die Energiewende über mehrere Jahre oder sogar Jahrzehnte von der Welt verschlafen wurde, orientiert sie sich nun mehr und mehr zu erneuerbaren Energien hin. Hierzu zählen insbesondere die Elektromobilität, die Solarenergie, aber auch die Windkraft oder die Wasserstoffenergie. Der Trend hin zu einem nachhaltigen Wirtschaftswachstum ist hierbei ungebrochen. Unternehmen, die sich dem Trend widersetzen, scheinen nicht zukunftsfähig zu sein. Institutionen, die nicht klimaneutral arbeiten, verlieren die positive Aufmerksamkeit. Der Rohstoff Öl leidet natürlich in diesem Umfeld. Sollte tatsächlich das gesamte Wirtschaftswachstum langfristig auf nachhaltigen Energien fußen, würde dies dazu führen, dass der Preis von Öl signifikant fällt, da die Nachfrage einfach nicht mehr besteht. In Teilen sehen wir diesen Trend tatsächlich. Darüber hinaus ist auch nicht absehbar, ob erneuerbare Energien nicht noch effizienter werden können, als sie es heute sind. Wir gehen dennoch nicht davon aus, dass Öl als „Treibstoff“ des Wirtschaftswachstums ausgedient haben wird. Erstens ist nicht klar, ob sich erneuerbare Energien wirklich nachhaltig und langfristig durchsetzen werden. Zum anderen werden sie die klassischen Rohstoffe jedoch nicht einfach ersetzen können. Öl wird immer einen wesentlichen Wert als Rohstoff eines gesunden Wirtschaftswachstums haben und wird diesen Stellenwert nicht verlieren. Ölunternehmen werden darüber hinaus immer effizienter, können den Rohstoff also immer besser produzieren bzw. fördern. Dies führt dazu, dass Unternehmensgewinne von Ölunternehmen auch bei einem sinkenden Preis immer noch hoch sein können, einfach weil die Kosten minimiert werden. Wir gehen also davon aus, dass Ölförderunternehmen auch weiterhin positive Cashflows und stabile Dividenden erwirtschaften und somit die Anleger erfreuen werden.

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