Bedroht die Politik die Technologieindustrie?

Bedroht die Politik die Technologieindustrie?

Artikel im Überblick
  • Die Politik, insbesondere in den USA, versucht Technologieriesen wie Amazon oder Facebook zu reglementieren, um deren Macht zu begrenzen
  • Auch eine Zerschlagung mächtiger Firmen ist grundsätzlich ein politisches Ziel
  • Aus ökonomischer Perspektive ist ein Eingriff in die freie Volkswirtschaft untunlich
  • Die Marktmacht von Facebook & Co. entsteht aus entsprechender Nachfrage

Die schiere Marktmacht von Technologieriesen wie Amazon, Facebook oder auch Apple ist der Politik ein Dorn im Auge. Eine Reglementierung soll dafür sorgen, dass Konkurrenz entstehen kann. Hierbei wird verkannt, dass die Nachfrage nach entsprechenden Dienstleistungen derart ungebrochen ist, dass ein Eingriff in die freie Wirtschaft schädlich wäre.

Die Marktmacht der Technologieriesen steigt rasant

Innerhalb der letzten Jahre haben sich Technologiegiganten wie Amazon, Facebook, Apple oder auch Microsoft derart etabliert, dass sie praktisch die gesamte Nachfrage nach entsprechenden Dienstleistungen oder Produkten abdecken. Für Konkurrenz ist in der Regel kein Raum, die schiere Größe erlaubt es anderen Kontrahenten kaum, in den Markt einzutreten. Dies ist der Politik ein Dorn im Auge. Die Unternehmen entwickeln sich zu einer derartigen Größe, dass sie eine komplett eigene Welt aufgebaut haben, in der Kunden ihre Dienstleistungen oder Produkte in Empfang nehmen können. Zum Beispiel Amazon bietet seinen Kunden ein Portal, auf welchem praktisch alle Produkte auf schnellstem Weg gekauft werden können. Hierdurch leidet der Einzelhandel, aber auch andere Konkurrenten haben praktisch keine Möglichkeit, einen Teil des Kuchens für sich zu behalten. Teile der Politik überlegen daher sogar, Unternehmen wie Facebook zu zerschlagen. Die Größe erlaubt es praktisch keinem anderen Unternehmen, einzugreifen, Facebook ist darüber hinaus in der Lage, eine eigene, auch politische, Meinungsbildung zu betreiben. Das dies für die Politik ein Problem sein könnte, versteht sich von selbst. In einer liberalen Volkswirtschaft erscheint es dennoch völlig inakzeptabel, durch gezielte Eingriffe solche Unternehmen zu schädigen. Die Unternehmen sind stark geworden, in der sie Nachfrage an sich gebunden haben. Kunden kommen ohne Amazon praktisch nicht mehr zurecht. Dies wird sich auch bei einer Zerschlagung nicht ändern, da die Marke derart stark ist, dass sich immer wieder neue Unternehmen oder Konglomerate bilden würden, die diese Marke weiter betreiben.

Lohnt sich ein Investment in Big Tech?

Die Aktienkurse der entsprechenden Unternehmen sind im Gleichklang mit ihrer Marktmacht gestiegen. Unternehmen wie Amazon oder auch Microsoft oder Apple sind seit einiger Zeit über eine Billion Dollar wert. Dies entspricht der Marktkapitalisierung fast des gesamten Deutschen Aktienindex. Die Frage, ob solche Unternehmen mittlerweile überbewertet sind, ist jedoch nicht nur auf die Marktkapitalisierung abzustellen, sondern auf die erzielten Umsatzerlöse und die Gewinne des Unternehmens. Auch diese stiegen in den letzten Jahren rasant. Die Marktmacht von Amazon ist so groß, dass trotz dieser Größe immer noch ein Umsatzwachstum zwischen 10 – 30% pro Jahr erzielt werden kann. Dies ist für Unternehmen einer solchen Größenordnung sehr ungewöhnlich und zeigt, wie hoch die Nachfrage nach den entsprechenden Dienstleistungen ist. Hinzu kommt, dass manche Länder, wie zum Beispiel China, noch nicht infiltriert wurden, da die Unternehmen hier über keinen Marktzugang verfügen. Sollte sich dies irgendwann einmal ändern, was bei einer Demokratisierung Chinas grundsätzlich der Fall sein kann, könnten die Gewinne noch weiter explodieren, was mit weiterhin steigenden Aktienkursen einhergehen könnte. Die Aktien der Big Tech sind nicht günstig, aber auch nicht überbewertet, ein Investment bietet sich daher – nach ausführlicher Prüfung – grundsätzlich an.

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