Deutsche Aktien oder lieber Fernweh?

Deutsche Aktien – oder lieber Fernweh?

Im Bereich der Aktienanlage gibt es immer mehr Fonds oder ETFs, die in internationale Märkte investieren. Insbesondere amerikanische und asiatische Aktien erfreuen sich hier großer Beliebtheit. Bei einer Investition in fremde Währungen ist das Währungsrisiko unbedingt zu beachten. Chancen gibt es vielerorts.

Artikel im Überblick
  • Die Globalisierung, insbesondere in speziellen Märkten, bietet zum Teil hohe Chancen
  • Nicht immer ist ein Investment im jeweiligen Markt erforderlich
  • Als Exportweltmeister bietet der Kauf von deutschen Aktien ein Höchstmaß an Internationalisierung

Die Globalisierung bietet Chancen

Bei der Aktienanlage stellt sich immer wieder die Frage, ob es vernünftiger ist, in deutschen Aktien investiert zu sein, oder ob die großen Chancen eher im fernen Ausland liegen. Die Beantwortung dieser Frage hängt von verschiedenen Parametern ab und ist deshalb nicht einfach. Zum einen ist es richtig, dass es natürlich immer wieder ausländische Märkte gibt, deren Wachstumsraten höher sind als die in gesättigten Industrienationen. Hieraus resultiert die Tatsache, dass Unternehmen, die in diesen Märkten tätig sind, ein höheres Umsatzwachstum verzeichnen können als in anderen Regionen. Hiermit ist jedoch die Frage nicht beantwortet, ob es sinnvoll ist, gezielt in Fonds oder ETFs zu investieren, die in ausländischen Märkten engagiert sind. Grundsätzlich ist es nicht der Markt, der für ein Aktieninvestment interessant ist, sondern es ist immer das jeweilige Unternehmen, dass in diesem Markt vertreten ist. Deutschland ist eine Exportnation. Deutsche Produkte werden seit je her in die ganze Welt verkauft und deutsche Unternehmen sind in vielen Bereichen Weltmarktführer. Betrachtet man alleine den deutschen Aktienindex, so fällt auf, dass ca. 80% der vertretenen Unternehmen den größten Teil ihres Umsatzes im Ausland erzielen. Ein Paradebeispiel hierfür ist zum Beispiel die deutsche Autoindustrie: die Weltmarktführer Volkswagen, Daimler und BMW erzielen den Großteil ihrer Erlöse im Ausland. Das bedeutet, dass es grundsätzlich nicht erforderlich ist, ein ausländisches Unternehmen zu erwerben, wenn es darum geht, Potential im Ausland zu nutzen. Investiert man zum Beispiel in Volkswagen, ist man gleichzeitig massiv im ostasiatischen Markt, wie z.B. China, investiert. Das gesamte Wachstumspotential dieses Marktes ist daher im Aktiendepot vertreten. Es ist daher erforderlich, jede einzelne Aktieninvestition dahingehend zu prüfen, in welchen Märkten bestimmte Resultate auf die Aktie wirken.

Auch ausländische Aktienmärkte sind interessant

Aus dem oben genannten ergibt sich selbstverständlich nicht, dass es durchaus Sinn machen kann, ausländische Aktien zu erwerben. So ist nicht jedes Unternehmen dafür bekannt, den größten Teil seiner Erlöse im Ausland zu verdienen. Insbesondere amerikanische Unternehmen stechen heraus, wenn es darum geht, den erheblich großen amerikanischen Binnenmarkt zu bedienen. Für chinesische Aktien gilt zum Teil das selbe. Bei jeder Investition in eine Aktie, egal ob im Inland oder im Ausland, kommt es auf allgemein verbindliche Regeln an: Im Rahmen des Value Investings sollte man sicher sein, eine Aktie zu erwerben, deren intrinsischer Wert möglichst über dem aktuellen Aktienkurs liegt, jedoch nicht deutlich darunter. Die Verschuldung des jeweiligen Unternehmens sollte moderat sein und der freibleibende Cashflow sollte ausreichend sein, um zumindest in absehbarer Zeit die Verpflichtungen des Unternehmens sowie notwendige innovative Maßnahmen begehen zu können. Wenn man diese Regeln einhält, kann eine Aktie immer interessant sein, egal ob es sich um eine deutsche, amerikanische oder nigerianische handelt.

Jordan Capital als verlässlicher Vermögensberater

Jordan Capital bietet im Rahmen seiner professionalisierten Vermögensberatung individuelle Lösungsmöglichkeiten für die Allokation Ihres Vermögens. Wir investieren weltweit. Wir freuen uns, Sie kennenzulernen.

Fotoquelle: shutterstock.com