Gewinneinbrüche in der Autoindustrie - ist dies eine Einstiegschance

Gewinneinbrüche in der Autoindustrie – ist dies eine Einstiegschance?

Artikel im Überblick
  • Die Automobilindustrie meldet vermehrt Gewinneinbrüche
  • Die Dieselkrise sowie ein starker Einbruch der Konjunktur führen zu Absatzschwächen
  • Sämtliche Risiken sind jedoch mittlerweile in den Kursen eingepreist
  • Langfristig bieten sich somit Value-orientierte Chancen

Daimler hat innerhalb von wenigen Wochen seine Aktionäre mit einer Gewinnwarnung schockiert. Mehrere Faktoren führen dazu, dass die Gewinnerwartungen der deutschen Autoindustrie in deren Zulieferer stark sinkt. Langfristig überwiegen die Chancen jedoch klar den Risiken.

Gewinnerwartungen sind stark gefallen

Bereits zum dritten Mal innerhalb eines Jahres und zwei Mal innerhalb weniger Wochen hat Daimler gemeldet, dass seine Gewinnerwartungen für das laufende Jahr deutlich niedriger sind als zunächst angenommen. Der Gewinn für 2019 fällt daher niedriger aus als im Jahre 2018. Nach der Stellungnahme des Autokonzerns liegt dies an zum Teil wirtschaftlichen Faktoren und zum Teil an Rückstellungen im Rahmen der laufenden Dieselverfahren. Nicht nur bei Daimler und den anderen großen Herstellern, sondern auch in der Automobilzulieferindustrie wird damit gerechnet, dass Gewinne deutlich niedriger ausfallen als zum Teil erwartet. Maßgeblich verantwortlich hierfür ist sicherlich die laufende Dieselkrise. Noch immer müssen die Automobilunternehmen Rückstellungen für drohende Verfahren bilden. Maßgeblich verantwortlich für niedrigere Gewinnerwartungen ist jedoch ein globales Abkühlen der Weltwirtschaft. Dies wird zum Großteil hierdurch bedingt, dass der globale Handel vor einem großen Fragezeichen steht. Noch immer gibt es keinen Kompromiss zwischen den USA und China, und auch die Handelsauseinandersetzung zwischen der Europäischen Union und den USA scheint festgefahren. Dies birgt ein hohes Maß an Unsicherheit, welches dazu führt, dass letztlich weniger Autos verkauft werden.

Elektromobilität als große Trendwende

Ein weiteres Unsicherheitsmerkmal für die deutsche Automobilindustrie ist die Wende zur Elektromobilität. Galt es lange als gewiss, dass die deutschen Autokonzerne die Elektromobilität zum Teil verschlafen haben, werden momentan dramatisch hohe Beträge von eben diesen Firmen in Elektroantriebe investiert. Dies führt zwangsläufig dazu, dass Liquidität der Konzerne gebunden wird und zum Teil mehr investiert werden muss als unmittelbar aus Elektromobilität verdient werden kann. Langfristig sind diese Investitionen jedoch entscheidend und werden dafür sorgen, dass die Gewinnerwartungen der Unternehmen wieder steigen. Aus unserer Sicht handeln die Akteure vollkommen richtig, indem sie massiv in elektronische Antriebsmodelle investieren.

Günstige Bewertungen als große Chance

Aufgrund all dieser genannten Unsicherheitsfaktoren bewegen sich die Kurse der deutschen Automobilbauer auf einem sehr günstigen Niveau. Beispielsweise Volkswagen ist nur mit dem Fünffachen seines Jahresergebnisses an der Börse bewertet. Dies ist ein historisch gesehen unglaublich niedriger Wert. Selbst wenn man davon ausgeht, dass noch nicht alle Gefahren in den Kursen berücksichtigt sind, ist das Aufwärtspotential dennoch dramatisch hoch. Wir empfehlen unseren Anlegern daher dringend, die Automobilindustrie in Deutschland in ihrem Portfolio überzugewichten.

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