Sind Kryptowährungen am Ende?

Sind Kryptowährungen am Ende?

Artikel im Überblick
  • Nachdem Kryptowährungen über Jahre massiv stiegen, hat sich Panik unter Marktteilnehmern aufgetan.
  • Insbesondere der Crash einiger Kryptowährungen führte zu massiven Verwerfungen, auch bei Bitcoin und Ethereum.
  • Volkswirtschaftlich sind die Meinungen über Kryptowährungen durchaus ambivalent und der intrinsische Wert dieser Währungen kann bezweifelt werden.
  • Insgesamt gehen wir dennoch langfristig von einem Anstieg zumindest führender Kryptowährungen aus.

Lange war es so, dass Kryptowährungen das Maß aller Dinge waren, insbesondere mit Bitcoin und Ethereum wurden massive Kursgewinne erzielt. Durch den Crash einzelner kleinerer Währungen kam es zu massiven Verwerfungen. Dies sollte nicht dazu führen, dass das Thema Krypto am Ende ist.

Warum sind Kryptowährungen so stark gefallen?

Lange Zeit sah es so aus, als ob Kryptowährungen nur einen Weg kennen, nämlich den nach oben. Zwar gab es immer wieder starke Korrekturen, der langfristige Trend nach oben war jedoch grundsätzlich intakt. Nachdem einige sog. Stable-Coints jedoch innerhalb von kürzester Zeit innerhalb der letzten Wochen massiv an Wert verloren, obwohl dies aufgrund der Konzeption dieser Währungen eigentlich gar nicht möglich war, kam Panik unter Marktteilnehmern auf. Als Folge dieser Panik wurden auch größere Krypto-Währungen wie Bitcoin und Ethereum massiv verkauft und litten unter Verlusten von zum Teil über 20 % pro Tag. Hinzu kommen immer wieder neu aufkommende Stimmen, wie zuletzt der von Christine Lagarde, Präsidentin der Europäischen Zentralbank. Dies indizierte, dass Kryptowährungen praktisch keinen intrinsischen Wert haben und somit wertlos seien. Anleger würden in der Zukunft hiermit große Teile ihres Vermögens verlieren, sollten sie in diese Währungen investiert bleiben. All dies, auch gepaart mit der Tatsache, dass Zinsen momentan steigen und somit auch fest verzinsliche Wertpapiere wieder interessant werden, führte dazu, dass auch etablierte Kryptowährungen wie Bitcoin und Ethereum sich immer noch im Korrekturmodus befinden. Nachdem der Bitcoin sein Allzeithoch bei etwa 70.000,00 Dollar erreichte, pendelt er nun bei etwa 30.000,00 Dollar.

Sind Kryptos wirklich wertlos?

Volkswirtschaftlich lässt sich lange darüber streiten, ob Kryptos einen intrinsischen Wert haben. Anders als eine staatliche Währung, wird dieser Wert von niemandem garantiert. Das bedeutet, dass Währungen dieser Art keinen Gegenspieler haben, der permanent gewährleistet, dass ein Gegenwert besteht. Dies führt aus unserer Sicht jedoch nicht dazu, dass Kryptowährungen keinerlei intrinsischen Wert haben. Auch etwa Gold oder Silber wird nach Aufhebung des Goldstandards in den Siebziger-Jahren von keiner staatlichen Autorität mehr garantiert. Vielmehr glauben Marktteilnehmer, dass dieses Gut, wie etwa Gold, begrenzt ist und damit eben immer einen gewissen Wert haben muss. Sollte diese Hoffnung in Bezug auf Gold zu irgendeinem Zeitpunkt nicht mehr bestehen, könnte auch dies dazu führen, dass Gold wertlos wird, abgesehen davon, dass er vielleicht als Schmuck immer eine Relevanz hat. Als Anlageobjekt aber hat auch Gold grundsätzlich keine Gewährleistung von ständigem intrinsischem Wert. So liegt es auch bei Kryptowährungen. Natürlich handelt es sich hierbei um kein Investment, dass von großer Sicherheit und Kontinuität geprägt wird. Vielmehr führen massive Schwankungen dazu, dass dies sicherlich nur für spekulative Anleger in Betracht zu ziehen ist. Dennoch führt gerade die Tatsache, dass der Markt Vertrauen in klassische Währungen verloren hat, dazu, dass alternative Investments insgesamt und Kryptowährungen im Einzelnen durchaus interessant sein können. Zu empfehlen ist jedoch grundsätzlich nur in Bezug auf die großen Kryptos, wie Bitcoin und Ethereum, zu investieren. Hier ist die Schwankungsanfälligkeit einfach niedriger, weil das Gesamtvolumen höher ist. Auch hier sollten jedoch nur sehr erfahrene und spekulative Anleger den Mut haben, ein Investment zu begehen.

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