Wirecard - eine Jahrhundertchance

Wirecard – eine Jahrhundertchance!

Artikel im Überblick
  • Nach neuen angeblichen Enthüllungen der Financial Times fiel der Börsenkurs von Wirecard erneut drastisch
  • Fehlende Transparenz und eine schwache Compliance führen zu Unsicherheit
  • Das Unternehmen steht auf grundsoliden Füßen da
  • Der Aktienkurs wird sich erholen und dürfte sich vervielfachen

Nachdem die Financial Times erneut Enthüllungen über angebliche betrügerische Fehlbuchungen im Unternehmen veröffentlichte, fiel der Aktienkurs erneut deutlich. Eine schwache Transparenz und eine fehlende Compliance führen zu hoher Unsicherheit. Nachdem die Unsicherheit behoben ist, sollte der Aktienkurs kräftig steigen.

Ein erneuter Angriff der Financial Times

Nachdem es in den letzten Wochen und Monaten ruhig um das Unternehmen Wirecard geworden war, publizierte die Financial Times in der letzten Woche einen neuen Artikel über angebliche Betrugspraktiken bei Wirecard. So wurde thematisiert, dass über ein angebliches Tochterunternehmen von Wirecard in Dubai Transaktionen abgewickelt wurden, die es angeblich gar nicht gab. Obwohl fast die Hälfte des Umsatzes in der Bilanz 2016 von der Tochter aus Dubai stammen sollte, behauptet die Financial Times, herausgefunden zu haben, dass es entsprechende Partnerfirmen nicht gab. Das Unternehmen habe also bewusst falsch gebucht, um den Umsatz künstlich nach oben zu treiben. In einer ersten Reaktion auf die Meldung fiel der Aktienkurs von Wirecard von ca. EUR 140 auf teilweise unter EUR 110. Dies lag vor allem an der erneut fehlerhaften Kommunikation des Unternehmens. So widersprach der Vorstandsvorsitzende Braun zwar den Vorwürfen und attackierte die Financial Times scharf. Anleger sind jedoch mit reinen Dementis mittlerweile nicht mehr zufrieden und erwarten eine kolossale Verbesserung der internen Überwachungssysteme. So hat sich der Aktienkurs auch Ende letzter Woche nicht weiter erholt, im Gegenteil: Obwohl das Unternehmen ein Aktienrückkaufsprogramm ankündigte, fiel der Aktienkurs am Freitag erneut um über 6%.

Was ist nun zu erwarten?

Am Wochenende hat der Vorstand nun eine Kehrtwende vollzogen. Es wird nun beabsichtigt, einen externen Sonderprüfer zu beschäftigen, der die Vorwürfe aufklären soll. Diese Nachricht kam an der Börse gut an, der Aktienkurs des Unternehmens steigt am Montag in der Spitze um etwa 6%. Hieran zeigt sich, dass das Unternehmen endlich lernen muss, nun kein Startup mehr zu sein. Es handelt sich vielmehr um einen DAX-Konzern, dessen Marktkapitalisierung höher liegt, als die der Deutschen Bank. Hierbei ist es erforderlich, dass das Unternehmen transparent und für Außenstehende gut verständlich interne Angelegenheiten der Gesellschaft aufklärt. Eine externe Sonderprüfung trägt hierzu sicherlich bei. Sollte es dazu kommen, dass die Vorwürfe der Financial Times, wie in der Vergangenheit auch, zu Unrecht erhoben worden sind, sollte der Aktienkurs dramatisch zulegen. Insgesamt ist das Geschäftsmodell von Wirecard wesentlich transparenter als von Vielen angenommen. Immer neue Partner im Rahmen des bargeldlosen Bezahlens sollten dazu führen, dass der Umsatz der Gesellschaft weiterhin dramatisch steigt und bis im Jahre 2025 deutlich über 10 Milliarden Euro liegen wird. Sollte dies der Fall sein, und sollte hieraus der erwartete Gewinn von etwa 4 Milliarden Euro korrespondieren, ist die Aktie aus heutiger Sicht enorm günstig bewertet. Beachtet man, dass es sich hierbei um einen Finanztechnologiekonzern handelt, gilt dies um so mehr. Wir erwarten daher unter der Hypothese, dass die angeblichen Fehlbuchungen nicht zutreffen, dass sich der Aktienkurs deutlich erhöht und schnell über EUR 200 liegen wird. Sollten die prognostizierten Gewinnerwartungen zutreffen, ergibt sich hieraus zusätzlich ein Potential im Bereich von EUR 400. Anleger müssen natürlich einen kühlen Kopf bewahren. Die Volatilität wird weiterhin gegeben sein und erst aufhören, wenn die interne Compliance des Unternehmens wirklich optimiert wird.

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