Wie lange wird die Corona Krise noch dauern?

Wie lange wird die Corona Krise noch dauern?

Artikel im Überblick
  • Innerhalb von 6 Wochen hat es Corona geschafft, die Welt zu destabilisieren.
  • Dramatische Konjunkturprogramme wurden aufgefahren.
  • Ein Ende der Krise scheint nicht in Sicht, denn die Fälle steigen signifikant.
  • Wir gehen davon aus, dass die Wirtschaft zunächst zusammenbrechen muss, bevor sie sich erholt.

Die Corona Krise bildet den größten externen Schock seit des 2. Weltkriegs. Aktienmärkte brechen ein, die Wirtschaft kollabiert. Dramatische Rettungsprogramme wurden geschnürt, ein wirtschaftlicher Zerfall wird hiermit nicht aufgehalten werden können.

Corona hat als schwarzer Schwan alles verändert

Noch im Januar schien sich die deutsche und europäische Wirtschaft weiter zu erholen. Der DAX hat ein weiteres Allzeithoch markiert, der Zukunftsoptimismus bei deutschen und auch internationalen Firmen schien ungebrochen. Corona hat dies innerhalb kürzester Zeit geändert: Nachdem das Virus sich auch in Europa stark ausbreitete, haben sich immer mehr Länder dazu entschlossen, einen wirtschaftlichen Shutdown zu betreiben. Zahlreiche Betriebe wurden geschlossen und das wirtschaftliche und soziale Leben praktisch nur noch auf das Nötigste beschränkt. Dies führte zu einem massiven Kollaps von wirtschaftlichen Frühindikatoren. Momentan steht die Wirtschaft praktisch still. Insbesondere die exportierenden großen Unternehmen, wie z. B. die Autoindustrie, liegen praktisch lahm. Ein dramatischer Anstieg auch im Rahmen der Arbeitslosigkeit wird erwartet und wird im Wege des Konsums zu einer weiteren wirtschaftlichen Verschlechterung führen. Die Lage hat sich derart zugespitzt, dass auch eine Insolvenzwelle auf Deutschland und seine Unternehmen zurollt. Wir gehen hierbei nicht davon aus, dass die wirtschaftliche Situation sich innerhalb weniger Wochen oder Monate entspannt. Zwar wird darüber diskutiert, Ausgangssperren u. ä. wieder rückgängig zu machen, wir gehen jedoch davon aus, dass dies eher sporadisch verläuft und bei einer weiteren Infektionsausbreitung auch wieder rückgängig gemacht werden kann. Wir glauben daher, dass die Wirtschaft sich erst im Spätsommer oder vielleicht sogar darüber hinaus wieder erholen wird. Die Schäden für die Volkswirtschaft, die sich bis dahin angehäuft haben, werden so hoch sein, dass es zu einer hohen Instabilität Deutschlands führen wird. Auch wenn die Wirtschaft auch dann wieder hochgefahren wird, werden die Schäden derart groß sein, dass wirtschaftlich nicht wieder beim Alten angefangen werden kann. Aktienkurse werden bis dahin äußerst schlecht laufen und auch wirtschaftliche Indikatoren werden sich nicht sonderlich erholen.

Wie sollten sich Anleger nun verhalten

Wir haben es mit Zeiten größter Volatilität zu tun. Es ist immer möglich, dass sich die Dinge zwischenzeitlich erholen. Insbesondere breit aufgelegte Konjunkturprogramme führen dazu, dass immer wieder ein wenig Hoffnung aufkommt. Es darf jedoch nicht übersehen werden, dass Konjunkturprogramme nur einen gewissen Schaden ersetzten können. Insbesondere volkswirtschaftliche Kaskadeneffekte, wie die Korrelation zwischen Firmeninsolvenzen, Arbeitslosigkeit und Abflachung von Konsumindikatoren können nicht durchbrochen werden, indem Konjunkturprogramme aufgelegt werden. Hier reicht schlichtweg die Liquidität eines Staates nicht aus. Wir gehen also davon aus, dass die Wirtschaftsleistung signifikant fällt, unter Umständen sogar um 30 %. Dies bedeutet für Anleger, dass Kurse ihren Boden sicherlich noch nicht erreicht haben. Erholungen in einem Bärenmarkt sind keine Erholungen, sondern nur Reaktionen, die wieder in fallenden Kursen münden. Anleger sind daher zwingend geraten, ein hohes Maß an Liquidität bereitzuhalten. Natürlich können irgendwann Kurse erreicht werden, die derart günstig sind, dass man auf diesen wieder langsam in den Markt einsteigen kann. Der Moment ist jedoch noch nicht erreicht. Insbesondere die Lage in den USA spitzt sich derart zu, dass von einer Normalisierung des Geschehens nicht ausgegangen werden kann.

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