Das chinesische System ist die größte Gefahr für die Börse die größte Gefahr

Das chinesische System ist die größte Gefahr für die Börse

Artikel im Überblick
  • Seit über 30 Jahren ist das Wirtschaftswachstum der Volksrepublik China ungebremst
  • Die gesamte Weltwirtschaft basiert letztlich auf starken chinesischen Indikatoren
  • Der Aufschwung basiert auf Zentralisierung und fehlender Demokratie
  • Sollte das Volk Demokratie begehren, droht ein beispielloser Abschwung

Das Wirtschaftswachstum der Volksrepublik China ist der Motor der gesamten Weltwirtschaft. Wachstumsraten von deutlich über denen der Industrienationen führten zu einer Beschleunigung des Wirtschaftswachstums der gesamten Welt. Sollte es zu einer Demokratiebewegung in China kommen, wären diese Wachstumsraten hinfällig.

Das Wunder des chinesischen Wirtschaftswachstums

Pünktlich zum 70. Geburtstag der Volksrepublik China tritt mehr und mehr in den Vordergrund, wie sehr die gesamte Welt am Tropf der chinesischen Wirtschaftskraft hängt. Kämpfen die Industrienationen und allen voran die Europäische Union mit Wachstumsraten zwischen 1 – 2%, liegt das Wirtschaftswachstum in der Volksrepublik China bereits seit Jahrzehnten im Bereich von 7% oder mehr. Alles, was im Westen schwierig erscheint, ist im Reich der Mitte möglich. Eindrucksvoll wurde grade der neue Flughafen in Peking vorgestellt, welcher in nur 4 Jahren erbaut wurde, während sich der Flughafen Berlin bereits seit 13 Jahren im Bau befindet und kein Ende absehbar ist. Nahezu alle wirtschaftlichen Parameter scheinen in China optimal zu funktionieren. Der entscheidende Grund hierfür liegt in der Zentralisierung aller Geschehnisse. In China gibt es keine Demokratie, keine Wahlen und keine pluralistischen Meinungsgefilde. Jedermann, jedes Unternehmen und jede Institution ist kommunistisch zentralisiert. Alles ist dem Ziel unterworfen, hohe Wirtschaftsraten zu erzielen und die Volksrepublik China voran zu bringen. Dies führt dazu, dass nur solche Entscheidungen von Individuen zugelassen werden, die objektiv geeignet sind, zum Wohle des Landes beizutragen. Subjektive Einflüsse, welche zu Fehlentscheidungen verleiten könnten, sind nicht erlaubt. Aus dem Gesichtspunkt der Demokratie ist ein solches Regime natürlich in höchstem Maße verachtenswert. Es widerspricht allen Grundsätzen, welche wir insbesondere in Deutschland kennen, und weswegen sich das deutsche Volk nach dem Zweiten Weltkrieg eine offene Verfassung geschenkt hat. Es führt jedoch dazu, dass unzählige Fehlentscheidungen, welche sowohl politisch als auch unternehmerisch zum Beispiel in Deutschland getätigt werden, in der Volksrepublik China praktisch nicht vorkommen. Ein Ende des Wirtschaftswachstums ist auf die Sicht der nächsten Jahre auch nicht abzusehen. Insbesondere wird die Politik alles tun, um diese horrenden Wirtschaftsraten beizubehalten.

Demokratie als größte Gefahr für das System und für die Märkte

Der Aufstand in Hongkong hat gezeigt, dass das grade besagte System brüchig sein könnte. Obwohl Hongkong mit dem Festland der Republik China nicht vergleichbar ist, hat es gezeigt, dass die Menschen lernen könnten, sich gegen das System zu sträuben. Zwar ist aus heutiger Sicht nicht davon auszugehen, dass es zu ähnlichen Protesten zum Beispiel auch in Peking kommen könnte. Vor allem vor dem Hintergrund, dass die chinesische Regierung jede Art von anderslautender Ideologie verbietet und Kommunikation schlichtweg untersagt, ist ein Aufstand eine sehr hohe Hürde. Die Geschichte der Menschheit hat jedoch im Laufe der letzten hunderte Jahre gezeigt, dass die Freiheit des Menschen letztlich unverzichtbar ist. Immer wieder haben es die Menschen geschafft, sich von Regimen loszulösen, in denen eine freiheitliche Ausprägung des Individuums nicht möglich erschien. Der Zusammenbruch der DDR ist eines der jüngeren Beispiele, es gab jedoch noch viele andere. Wir sehen momentan noch keine Anzeichen einer wirklichen Revolte chinesischer Staatsbürger gegen die zentralistische Führung. Sollte es jedoch hierzu kommen, droht das oben beschriebene Konzept in sich zusammenzubrechen. Das gesamte Wachstum ist auf den zentralistischen Gedanken gestützt. Sollte dieser brechen und pluralistisch werden, gehen wir von einer langen Wirtschaftsschwäche aus. Auch wenn dies aus Gründen der Demokratie menschenrechtlich natürlich mehr als tunlich erscheint, wäre dies die größte Gefahr für die Weltwirtschaft der letzten 50 Jahre. Wir gehen in diesem Falle von einer tiefen Depression aus, welche weit schwerer wiegen würde, als die Finanzkrise im Jahre 2008.

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