Wie weit kann der Handelskrieg noch gehen?

Wie weit kann der Handelskonflikt noch gehen?

Artikel im Überblick
  • Der Handelskonflikt zwischen den USA und China eskaliert immer weiter
  • Die amerikanische Regierung erwägt nun sogar den Ausschluss chinesischer Unternehmen an der New Yorker Börse
  • Theoretisch kann ein Handelskonflikt völlig eskalieren und dramatische Konsequenzen haben
  • Auch kriegerische Auseinandersetzungen sind als letztes Mittel nie ausgeschlossen

Seit dem Amtsantritt des amerikanischen Präsidenten Donald Trump eskaliert der Handelskonflikt mit China, aber auch mit der Europäischen Union, immer weiter. Die amerikanische Regierung droht mit einem Ausschluss chinesischer Unternehmen von der amerikanischen Börse. Ein völliger Abbruch des gesamten Handels mit dramatischen Folgen für die Weltwirtschaft erscheint nicht undenkbar.

Der Handelskonflikt bis heute

Seit der Wahl zum amerikanischen Präsidenten erscheint es für Donald Trump das vorrangige Ziel zu sein, den Handel mit der Volksrepublik China so bald wie möglich zurückzudrängen. Ausgelöst wurde dies durch die amerikanische Furcht, dass der chinesische Handelsüberschuss immer weiter steigen könnte und somit die amerikanische Außenwirtschaft zum Erliegen kommen könnte. So begann der amerikanische Präsident mit der Erhebung von Strafzöllen zunächst auf Aluminium-Importe aus dem Reich der Mitte. Später wurden Zölle jedoch auch auf andere aus China importierte Produkte erhoben. Die Gegenseite reagierte ebenfalls mit Zöllen, was wiederum die US Regierung animierte, ihrerseits weitere Zölle zu erheben. So kam eine Spirale in Gang, welche eine Gefahr für die gesamte Weltwirtschaft darstellt. Zwar wurde immer wieder spekuliert, ob es doch noch zu einer Einigung im Handelskonflikt kommen könnte. So verhandelten die Parteien über mehrere Monate hinweg, jedoch ohne Erfolg. Bereits jetzt deutet es sich an, dass durch den Handelskonflikt das weltweite Wirtschaftswachstum deutlich gebremst wird. Importe werden teurer, somit fällt die Kaufkraft der Verbraucher. Da die amerikanische Wirtschaftsleistung zu Großteilen aus Konsum besteht, hat dies direkte Auswirkungen auch auf die amerikanische Wirtschaft.

Eine weitere Eskalation ist möglich

Nachdem nun Zölle auf praktisch alle chinesischen Importe erhoben worden sind, konzentriert sich der amerikanische Präsident auf eine weitere Verschärfung anderer Art. So wird momentan diskutiert, die Börsennotierung für chinesische Unternehmen in den USA zurückzuziehen, es Ihnen also nicht mehr zu ermöglichen, sich über den amerikanischen Kapitalmarkt zu refinanzieren. Hiermit könnten Handelsströme zwischen China und den USA maßgeblich beschnitten werden, da insbesondere eine Finanzierung über den Kapitalmarkt sehr beliebt ist. Diese Verschärfung geht weit über eine Handelsdogmatik hinaus. Sie betrifft keinen Handel, sondern ein direktes Verhältnis zu anderen Staaten. Sollte diese Drohung wahr werden, könnte dies dazu führen, dass die Beziehung zwischen den Staaten schlechthin gefährdet ist. Ist kein Handel mehr möglich und auch kein finanzieller Austausch, wird sich irgendwann die Frage stellen, ob überhaupt ein Verhältnis zwischen den beiden Staaten erforderlich ist. Letztlich würde somit auch die diplomatische Seite gefährdet. Gibt es keinen Handel und keinen wirtschaftlichen Austausch, so muss es eigentlich auch keinen diplomatischen oder politischen geben. Wir sehen diese Systematik als besonders gefährlich an. Insbesondere gehen wir davon aus, dass ohne einen freien Handel auch der Frieden zwischen Staaten gefährdet sein kann. So lautet ein bekanntes Sprichwort: Können Waren freie Grenzen nicht mehr passieren, so werden es Panzer tun.

Hiermit ist impliziert, dass letztlich der Frieden bedroht sein kann, wenn es keinen fruchtbaren wirtschaftlichen Austausch geben wird. Noch ist es nicht soweit und es stellt sich immer die Frage, ob der amerikanische Präsident nicht doch einlenken wird. Bis dies jedoch der Fall ist, deuten alle Signale darauf hin, dass es zu einer weiteren Eskalation des Handelskonflikts kommen kann.

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