Auswirkungen der US-Wahl auf die Finanz- und Kapitalmärkte

Auswirkungen der US-Wahl auf die Finanz- und Kapitalmärkte

Artikel im Überblick
  • Nach langem Ringen hat sich Präsidentschaftskandidat Joe Biden bei der US-Wahl durchgesetzt.
  • Grundsätzlich schafft dies Klarheit für den Kapitalmarkt, was als positives Zeichen zu bewerten ist.
  • Die expansive Fiskalpolitik Donald Trumps ist unter dem neuen demokratischen Präsidenten jedoch nicht zu erwarten.
  • Es bleiben zahlreiche Risiken, welche die Märkte belasten könnten.

Grundsätzlich ist es ein positives Zeichen, dass nun endlich ein neuer US-Präsident feststeht. Das Ende der unvorhersehbaren Politik Donald Trumps hat den Märkten erste positive Schübe gesetzt, vom neuen US-Präsidenten sollten jedoch keine Wunder erwartet werden. Nach wie vor befindet sich die Weltwirtschaft in einer sehr prekären Phase.

Nun gibt es endlich Klarheit

Nachdem über mehrere Monate nicht klar war, wer sich als neuer US-Präsident durchsetzen wird, stellt die relativ eindeutige Wahl Joe Bidens eine positive Stütze für die Märkte dar. Zwar hatten sich die Kapital-Märkte mittlerweile an die Politik Donald Trumps gewöhnt, insbesondere massive Steuersenkungen und eine sehr expansive Fiskalpolitik haben dafür gesorgt, dass sich insbesondere amerikanische Aktienmärkte in den letzten Jahren erstaunlich gut positioniert haben, es ist jedoch nicht zu erwarten, dass der neue US-Präsident diese expansive Politik fortsetzen wird. Insbesondere ist zu befürchten, dass Steuern erhöht werden könnten. Dennoch ist durch diese Wahl etwas sehr Wichtiges passiert: Der Markt hat nun Klarheit. Vor allem aber hat der Markt nun einen US-Präsidenten, dessen Politik man mehr vorhersehen kann, als die des letzten US-Präsidenten. Hieraus wird schnell klar: Die Chancen und Risiken der neuen Wahl sind ambivalent. Auf der einen Seite gibt es nun Verlässlichkeit und Sicherheit. Auf der anderen Seite ist nicht zu erwarten, dass eine enorm wirtschaftsfreundliche Wirtschaftspolitik propagiert wird. Hinzu kommt, dass der neue US-Präsident aller Voraussicht nach nicht über eine stabile Mehrheit im Senat verfügen wird. Das bedeutet, dass der Präsident keine wesentlichen Entscheidungen gegen die republikanische Partei treffen kann. Auch dies ist ambivalent zu beurteilen: Eine gestörte Handlungsfähigkeit des Präsidenten ist grundsätzlich negativ, da Entscheidungen nur schwerlich durch den Senat und das Repräsentantenhaus gebracht werden können. Auf der anderen Seite ist es dem neuen Präsidenten nun auch nicht einfach möglich, die Steuern zu erhöhen, da er hierfür eine Zustimmung der Republikaner benötigt. Dies impliziert, dass Steuererhöhungen wahrscheinlich schwierig werden. Aufgrund der Tatsache, dass der Markt in den letzten Jahren schon sehr viel und sehr weit vorausgeeilt ist, gleichen sich Chancen und Risiken mehr oder weniger aus.

Der US-Präsident alleine kann nicht über das Wohl und Wehe der Märkte entscheiden

Aus unserer Sicht ist es entscheidend, dass alleine die Person des US-Präsidenten nicht darüber entscheiden kann, wie sich Aktienmärkte entwickeln. Es ist nicht nur die amerikanische Wirtschaftspolitik, die wichtig ist. Vielmehr haben wir es mit einer Welt voller abstrakter Risiken zu tun. Nicht nur die Coronapandemie, die noch immer nicht bewältigt ist und weiterhin zu massiven Wirtschaftseinbrüchen führt, stellt eine immense Gefahr dar. Darüber hinaus muss nun auch abgewogen werden, wie sich der bereits indizierte und entwickelte Handelskrieg weiter verhält. Zwar scheint der neue Präsident deutlich wohlwollender anderen Industrienationen gegenüber aufgestellt zu sein, von einer völligen Abkehr einer America First Politik ist jedoch auch unter einem neuen US-Präsidenten Joe Biden nicht zu rechnen. Die Märkte haben sich seit dem Tief im März bereits deutlich erholt und viel Positives vorweggenommen. Wir sehen daher große Gefahren für die Stabilität des Systems, vor allem im Hinblick auf die starke Verschuldung für Industriestaaten. Anleger sollten sich daher nicht nur auf die Person des Präsidenten fokussieren, sondern immer auch das gesamtwirtschaftliche Bild vor Augen haben.

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