Die Eskalation des Handelskrieges

Die Eskalation des Handelskrieges

Artikel im Überblick
  • Trotz laufender Handelsgespräche wurden Zölle auf chinesische Importe abermals erhöht
  • Als unmittelbare Reaktion wertete die chinesische Regierung den Yuan ab
  • Die Märkte reagieren schockiert
  • Anleger sollten auch in diesen Zeiten die Nerven bewahren

Obwohl die amerikanische und chinesische Regierung einen Waffenstillstand vereinbart hatten, provozierte der amerikanische Präsident erneut, und droht, die Zölle auf chinesische Importe zu erhöhen. Unmittelbare Vergeltungsmaßnahmen folgten durch eine Währungsabwertung. Immer neue Gegenreaktionen sind nun zu befürchten und führen zu einem hohen Vertrauensverlust an den Märkten. Mittelfristig sollte sich die Lage stabilisieren.

Neue Zollandrohungen durch den amerikanischen Präsidenten

Im Rahmen des letzten G-20 Gipfels hatten der amerikanische Präsident Donald Trump und Chinas Präsident Xi vereinbart, während den laufenden Handelsgesprächen keine weiteren Zölle zu erheben, um somit die Lage zu entspannen. Hiermit wurde ein gewisses Vertrauen an den Märkten erzeugt. Insbesondere neue Verhandlungsrunden führten dazu, dass Märkte bereits auf eine Einigung spekulierten. Völlig überraschend erklärte nun der amerikanische Präsident, neue Strafzölle in Höhe von 10 % auf praktisch alle chinesischen Importe zu erheben. Die Märkte reagierten hierauf schockiert. Alleine der DAX fiel in den letzten Wochen um 4 %. Die Mehrheit der Marktteilnehmer geht nun nicht mehr davon aus, dass es mittelfristig zu einer Lösung kommen wird. An den Märkten findet eine panische Flucht in Staatsanleihen statt. Deren Renditen, und insbesondere die der deutschen Bundesanleihe, haben abermals ein Rekordtief erreicht.

Kommt nun der Währungskrieg hinzu?

Als unmittelbare Gegenreaktion gegen die Ankündigung neuer Zölle wertet die chinesische Regierung den Yuan ab. Gegenüber dem US Dollar hat der die psychologisch wichtige Marke von 7 US Dollar überschritten, was lange als rote Linie galt. Durch eine Abwertung der Währung ist die Exportnation China ein Stück weit in der Lage, Gewinneinbußen durch Zölle zu kompensieren, da im Ausland erzielte Erlöse nun wertvoller werden. Es wird nun befürchtet, dass neben dem schon bestehenden Handelskrieg nun noch ein Währungskrieg hinzukommt. Insbesondere Donald Trump hat mehrfach angedeutet, dass ihm der starke US Dollar ein Dorn im Auge ist. Die Märkte befürchten nun, dass ein Währungskrieg zu einer Panikstarre in der Wirtschaft führen wird. Aktienmärkte verlieren kolossal.

Man sollte Ruhe bewahren

Bereits mehrfach in den letzten Jahren kamen Situationen, in denen aufgrund Donald Trumps Handeln Schlimmstes befürchtet wurde. So wie damals sollten Anleger auch jetzt einen kühlen Kopf bewahren. Letztlich werden die Kräfte der Märkte dazu führen, dass das Handeln eines US Präsidenten nicht grenzenlose Wirkung entfalten kann. Spätestens bei einem Einbruch der Märkte wird dieser reagieren. Hinzu kommt, dass ein so niedriges Zinsniveau zu einer Belebung der Wirtschaft führen wird. Insgesamt ist daher mit mittelfristig steigenden Kursen zu rechnen.

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