Gold als Krisenwährung

Gold als Krisenwährung

Seit Jahrtausenden gilt Gold als Krisenwährung. Es heißt, dass nur Goldbesitzer in der Geschichte die schwersten Krisen überwinden konnten. Die Nachfrage nach physischem Gold ist noch heute ungebrochen. Hierbei werden Gefahren übersehen.

Artikel im Überblick
  • Seit Menschengedenken gilt Gold als Krisenwährung
  • Das Edelmetall hat jede Währungsentwertung überlebt
  • Auch in heutigen Zeiten stellt Gold eine Anlagealternative dar
  • Eine besonders hohe Volatilität muss jedoch in Kauf genommen werden

Gold als sicherer Hafen in schwierigen Zeiten

So lange es die Menschheit gibt, ist Gold ein treuer Begleiter der Menschen. Jede Weltwirtschaftskrise, jede Depression und jeder Währungsverfall waren dadurch gekennzeichnet, dass das im Umlauf befindliche Bargeld entweder verloren gegangen ist oder keinen Wert mehr hatte. Alleine Deutschland hat in den letzten 100 Jahren mehrfach seine Währung abgewertet und erneuert, was in der Regel zu Armut von großen Teilen der Bevölkerung geführt hat. In jenen Zeiten war es der Besitz von Gold, der das Kapital der Menschen in unsicheren Zeiten geschützt hat. Vor allem in einem monetären Geldsystem, in dem der Staat letztlich das Monopol über die Geldversorgung und Geldbeschaffung hat, ist es auch immer möglich, dass jener Staat diese Währung zum eigenen Vorteil ausnutzt. So ist es zahlreich vorgekommen, dass Staaten durch das gezielte Drucken von Geld zum Beispiel Schulden beglichen haben, was jedoch zu einem Verfall der Währung und einer horrenden Inflation geführt hat. Gold ist hierbei ein sicherer Hafen, denn es stellt eine Art Parallelwährung dar, welche Staaten aufgrund der nur begrenzten Menge von Gold nicht beeinflussen können. Es kommt daher nicht von ungefähr, dass Staaten den Besitz von Gold in der Geschichte mehrfach verboten haben.

Gold als Sicherung auch in heutigen Zeiten

Auch in heutigen Zeiten ist die Nachfrage nach physischem Gold ungebrochen. Nicht zuletzt die expansive Notenbankpolitik führte dazu, dass sich die Geldmenge zumindest in der Bilanz der Notenbanken dramatisch erhöht hat. Dies erinnert viele Menschen an die Vergangenheit, in der ebenfalls die Geldmenge aufgebläht worden ist. Auch heute ist es so, dass die Menschen gerne Gold kaufen, um sich gegen schlechte Zeiten abzusichern. Darüber hinaus investieren sie in Gold, da sie von einem zukünftigen Wertzuwachs ausgehen.

Chancen und Risiken der Anlage in Gold

Die oben genannten Argumente für eine Anlage in Gold sind legitim. In der Tat ist es letztlich Gold, welches schwere Währungskrisen wahrscheinlich immer überleben wird. Eine Investition in Gold generell ist daher vor allem vor dem Hintergrund der immer ausufernderen Notenbankpolitik in praktisch allen Industrieländern grundsätzlich interessant und zu befürworten. Es ist jedoch falsch, Gold als klassische Geldanlage zu bewerten und zu behaupten, dass Gold immer sicher sei. Betrachtet man zum einen den Chart von Gold in US-Dollar bemessen, fällt auf, dass die Entwicklung des Goldpreises extrem schwankt. Zum Teil verdoppelt und verdreifacht er sich, manchmal fällt er aber auch innerhalb eines Jahres um dreißig oder vierzig Prozent. Gold ist daher eine sehr volatile Geldanlage, die Schwankungen können immens sein. Dies muss sich jeder Anleger bewusst machen. Darüber hinaus gibt es grundsätzlich keine Zinsen oder Dividenden, zumindest nicht auf physisches Gold. Das bedeutet, dass sich Gold als klassisches Sparvehikel, das grade vom Zins und Zinseszins lebt, nicht anbietet. Jedes Investment in Gold ist daher aufgrund einer breiten und fundierten Anlageentscheidung zu evaluieren. Hierbei sind die individuellen Bedürfnisse des Investors von ausschlaggebender Bedeutung.

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